Tamedia
Tamedia streicht in den News-Redaktionen der Deutsch- und Westschweiz 34 Vollzeitstellen, 41 Mitarbeitende verlieren ihre Stelle. Am Dienstagmittag protestierten Angestellte vor dem Hauptsitz an der Zürcher Werdstrasse und forderten einen sofortigen Kündigungsstopp. «Wir mögen nicht mehr», sagte Alexandra Aregger vom Recherchedesk. Hans Peter Roth von der Redaktion Berner Oberland verwies darauf, dass der Konzern, zu dem Tamedia gehört, Gewinn schreibe.
«Das Personal ist sehr zermürbt», sagt Lüthi. Die Angestellten hätten jeden Kurswechsel mitgemacht, und trotzdem treffe es wieder sie. Einzelne Redaktoren, so hört Lüthi, täten nur noch, was man ihnen vorgebe. «Das ist ein Rückzug, und das ist für ein Medium natürlich überhaupt nicht gut, wenn man so eine Belegschaft hat.»
Ackeret und Lüthi sprechen auch über die Lage bei der SRG, wo nach der Abstimmung vom März ebenfalls eine Entlassungswelle läuft. Bei den Gründen sind sie sich uneinig. Lüthi sieht den Auslöser in den Sparvorgaben des Bundesrats. Ackeret findet, man hätte nach der gewonnenen Abstimmung auch einen Schritt zurücktreten können. «Der Druck ist teilweise auch selbst auferlegt.»
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