Abstimmungskampf
Seit dem 1. August prägt das Sujet des Initiativkomitees den öffentlichen Raum: weisse Fläche, Friedenstaube, «Kein Krieg». «Einfacher geht es nicht», sagt Lüthi – umso schwieriger sei es, die Botschaft zu kontern. Ackeret hält das Sujet für brillant: «Reduce to the max, wie ein Plakat halt sein sollte.»
Am Montag hat das überparteiliche Gegenkomitee nachgezogen: Armeehelm, KFOR-Fahrzeug, zersplittertes Glas vor dem Schweizerkreuz. Lüthi hat bei der dafür verantwortlichen Agentur nachgefragt, warum sie kein IKRK-Fahrzeug zeigen, was als Symbol für die humanitäre Tradition naheliegender gewesen wäre. Die Antwort habe er glaubhaft gefunden: Einsätze des IKRK und der UNO wären von der Initiative nicht tangiert, jenen der KFOR im Kosovo hingegen schon – weil sie unter dem Kommando der Nato steht. «Das ist faktisch korrekt, aber Gegner liefern damit den Initianten Munition», sagt Lüthi.
Ackeret sieht die Rollen vertauscht: Das bürgerliche Lager bediene sich der Friedenstaube aus der Friedensbewegung, während die Gegenseite mit dem Schweizerkreuz werbe – ein zerstörtes Kreuz könne dabei auch als Argument für ein Ja gelesen werden.
Zweites Thema ist die Zukunft des SonntagsBlick. Die Weltwoche hat ein Nachfolgekonzept mit einem ausgebauten Blick am Samstag skizziert. Ringier will Anfang September informieren. Ackeret versteht die Überlegungen, die zu einer Neuausrichtung führen, findet aber auch: «Man sollte eine Marke nicht leichtfertig aufgeben, die so stark ist wie der SonntagsBlick.»
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