Ringier
Die Zahlen können sich sehen lassen: Der Gewinn vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg auf 120,3 Millionen Franken und die Marge kletterte auf den Rekordwert von 15,8 Prozent – auch weil der Umsatz zurückging. Weniger glänzend präsentiert sich das digitale Abogeschäft: Ringier Medien Schweiz zählt insgesamt nur 40'000 Digital-Abonnenten, davon gut 30'000 bei Blick+. Für Titel wie Beobachter, Handelszeitung oder GlücksPost sind es zusammengerechnet gerade mal 10'000.
Grosses Thema bei Ringier ist und bleibt KI. «Marc Walder sieht die künstliche Intelligenz inzwischen als Betriebssystem des Unternehmens», erklärt Nick Lüthi im Podcast. Ausserdem hat Ringier beschlossen, den KI-Einsatz in Artikeln nicht mehr zu deklarieren. Lüthi erklärt die Logik dahinter: «Früher hat man ja auch nicht geschrieben: ‹Dieser Text wurde mit einem automatischen Korrekturprogramm korrigiert.›» Ackeret ergänzt, was Walder nicht laut sagte: «Wenn über einem Artikel ‹KI› steht, dann liest man es einfach nicht mehr.»
Zur Sprache kam am Dienstag auch der Abgang von Robin Lingg, dem designierten Nachfolger von Michael Ringier in der Verlegerrolle. Walder bestätigte auf Nachfrage von Nick Lüthi, dass keiner der vier Vertreter der sechsten Familiengeneration operativ übernehmen wird – alle aber als Aktionäre im Unternehmen bleiben. Das werfe die Frage auf, so Lüthi: «Wann ist ein Familienunternehmen ein Familienunternehmen? Ist es das nur dann, wenn die Kinder operativ übernehmen – oder ist es auch ein Familienunternehmen, wenn die nächste Generation im Aktionariat vertreten bleibt?»
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