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Das Magazin für Entscheider und Meinungsführer

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00:00:00:

00:00:10: Liebe Zuhörerinnen und Zuhöre, hier ist uns ein persönlich geholfen Podcast heute eine ganz grosse Ehre und Freude.

00:00:16: Er ist bei uns der, die am meisten besprochen wird wie unserem Podcast Jean-Remy von Matt.

00:00:21: Bist du dir eigentlich bewusst, Jean Remy?

00:00:22: Was für einen Kultstatus du in der Schweiz hast?

00:00:24: Nein, ich

00:00:25: gehe nicht.

00:00:26: Ich bin schon lange in der Schweizer Welt.

00:00:30: Ich war überhaupt nicht präsent, sondern nur praktisch mittelbar und über Tagentour.

00:00:38: Aber in der Schweiz eigentlich nie aktiv oder etwas zugegangen.

00:00:42: Gut, man hat Dominik kennengelernt und gesagt, er ist der Bruder?

00:00:45: Genau!

00:00:46: Der Großbrüder vom Dominik, also wie ein älterer Brüder.

00:00:51: Aber so Kultstatus ist mir gar nicht bewusst.

00:00:57: Seit einem Jahr bin ich öfter in der Schweizer.

00:01:00: Auch ein bisschen im Zusammenhang mit dem Buch, das ich geschrieben habe.

00:01:03: Es

00:01:03: war eine riesige Bestseller, die du gemacht hast.

00:01:06: Bist du immer auf einer Spiegelliste?

00:01:07: Wann bist du da hinten gewesen?

00:01:08: Da bin ich Nummer sechs gewesen und dann in der nächsten Woche noch in der Top-Twenty und dann auch nicht mehr.

00:01:19: Aber es ist schon ein Buch für einen speziellen Buch.

00:01:24: Das ist ja nicht jetzt für den Massenmärter oder so, sondern es ist im Grunde genommen für ... kreativ interessiert für die Medienszenen, für die Wirtschaft.

00:01:34: Aber dafür ist es schon gut angekommen.

00:01:37: Ja der Titel war speziell und vor allem gab's ja einen Gag, damit wir das Buch von dahin lesen

00:01:43: können oder?

00:01:45: Jeden Buch kann man von dahinnen lesen.

00:01:49: Es wird ... Das ist das erste Buch in der Literaturgeschichte von vorne bis hinten.

00:01:55: Ich weiss jetzt doch auf Deutsch!

00:01:58: Das war einfach wichtig, dass von vorne bis hinten immer schlechter werden.

00:02:03: Mit Absicht und der Grund.

00:02:07: Damit das der Leser an jeder Stelle zu klappen kann... ...und sicher ist, das Beste habe ich nicht verpasst, weil das ist ja schon durch.

00:02:16: Also es ist quasi ein Service für Lesern und Leserinnen.

00:02:20: Wie bist du eigentlich auf die Idee gestoßen?

00:02:24: Auf die Idee bin ich gekommen dadurch, dass sich selber Bücher, also Sachbücher, andere lese ich nicht.

00:02:33: Immer nur bis zur Hälfte lese, weil ich der Meinung bin dass bei der Hälfe meistens das Pulver schon verschossen ist und in der zweiten Hälften wird die These dann noch dreimal wieder wohlt und am Schluss noch einmal zusammengefasst.

00:02:48: aber du hast mehr Erkenntnisgewinn wenn du ein zweites Buch anfängst und auch nur bis zu einer Hälftel liest.

00:02:55: Also das heißt Praktisch nur halbe Bücher gelesen, aber ich behaupte das hat mir mehr gebracht als hätte ich die Zeit verschwendet mit ganzen Büchern.

00:03:07: Also

00:03:07: ein Riesenerfolg dieses Buch!

00:03:08: Jetzt haben wir ja noch dein Status in der Schweiz also ich muss es vielleicht erklären in jedem zweiten Podcast erzählt irgendein Schweizer Werber er hätte von dir einen Angebot gekriegt nach Hamburg zu kommen.

00:03:18: eine Werbung hatte ich sogar als Gott bezeichnet.

00:03:22: wie geht man mit diesen Prädikaten und mit diesem Geschichte um?

00:03:28: mit Gott total entspannter, eine religiöse Vergangenheit.

00:03:33: Ich war vier Jahre in der Klosterschule und musste jeden Morgen zur eiligen Messe...

00:03:39: Also in Neifedeln?

00:03:40: Genau!

00:03:40: In Einsiedeln.

00:03:41: Und da finde ich Gott ein adäquates Prädikat so gesehen.

00:03:48: Aber was ganz interessant ist, dass sich im Moment eine Wertschätzung, also so fast posthum.

00:03:59: Ich bin auch im Leben aber... Also lange nach meinem Ausstieg aus der Werbung, ich bin jetzt schon fast zehn Jahre draußen und ich erlebe jetzt eine Wertchätzung die ich in meiner aktiven Zeit nie erlebt habe oder nie auch nie genießen konnte weil man in der aktivenzeit bist du ja immer... Du kämpfst ja immer am Abgrund, also du kämpftest immer gegen den Abstieg Jeden Tag deine Probleme, also das Kreativgeschäft ist sehr volatile und schwer einzuschätzen.

00:04:36: Das heißt ich war eigentlich nur am Tabelschuten und habe eigentlich nie irgendwie Wertschätzung erfahren jetzt schon.

00:04:48: Also ich merke es an den Einladungen.

00:04:51: oder wenn ich jetzt vor allem in Deutschland besuche ich im Moment so Marketing Clubs in der, nennen wir es mal Provenz.

00:05:00: Also alles außerhalb von Berlin also in kleineren Städten und da erlebe ich schon dass die freuen sich.

00:05:12: Die sagen, da kommt ein sehr bekannter Werber aus der Großstadt.

00:05:24: eine Umfrage gäbe in Deutschland.

00:05:26: Wer ist der prominenteste Werber?

00:05:29: Ich glaube, ich wäre immer noch vorne oder

00:05:32: eh...

00:05:33: Ja, aber das ist schon ein bisschen absurd!

00:05:36: Als hätte es nach mir niemand mehr gegeben in dieser Güte oder auf diesem Level in Wirklichkeit also sehr viele natürlich gegeben.

00:05:51: nur Es ist heute durch die Verzettelung,

00:06:03: also

00:06:05: in dem heutigen Medienkosmos ist es nicht mehr so leicht durchzudringen und die Werbung hat natürlich auch einen Blemmer verloren.

00:06:15: Das heißt diesen Starkholt den es gab so in den achtziger-neinzigern Jahren wo Werbung eben sehr populär war, wo die Leute Kino-Eintritt bezahlt haben um Werbung zu sehen.

00:06:31: Also die Kanrolle zu sehen ist ja heute umdenkbar dass jemand ein Kinothek gekauft um anderthalb Stunden lang Werbung zusehen.

00:06:40: das heißt die Werbung hat schon an Trans verloren und gelitten.

00:06:45: dadurch gibt es natürlich auch nicht mehr oder es ist sehr schwer geworden jetzt da so einen Gott Start.

00:06:53: Gottgleichen start das zu erreichen.

00:06:56: Hoffentlich merkt man, dass ich lache wenn ich so was sage.

00:07:00: Das wäre mir wichtig

00:07:01: Aber es ist trotzdem interessant.

00:07:02: du sagst ja Du hättest immer fast schon Existenzängste gehabt, wärst unsicher gewesen.

00:07:08: Das widerspricht ja eigentlich dem Werber.

00:07:09: Der Werber war ja immer positiv Geht immer aufwärts, extrovertiert.

00:07:14: natürlich Ja Bist du ein bisschen das Gegenteil oder?

00:07:18: Ich nicht, nein also wir Siebter Leitsatz und unserem wichtigsten Mokro ist ja gebleiben und

00:07:25: zufrieden.

00:07:26: Das ist ja heute noch, oder?

00:07:27: Und ich glaube sehr, das ist kontrovers sicher.

00:07:31: Also viele finden, denken ja um Gottes Willen will doch niemand sein unzufrieden.

00:07:36: natürlich wird es nicht.

00:07:38: Aber genau, aber ich bin fest davon überzeugt dass In Unzufriedenheit eine wichtige Kraft steckt, also du brauchst eine gewisse Unzufredenheit um Dinge zu verändern.

00:07:53: Um Dinge besser zu machen.

00:07:56: Ohne Unsufriedenkeit verändert sich nichts auf der Welt und nichts wird besser.

00:08:01: Kein Klima, kein Gehalt keine Ehe.

00:08:05: Und ich glaube auch dass im Grunde genommen jede Idee jede Initiative und vor allem jede Innovation ist aus Unzufredenheit geworden.

00:08:15: Unzufriedenheit mit dem Status quo.

00:08:19: Jetzt, Unzufredenheit allein bringt ist allerdings noch keine Lösung sondern du brauchst also die Unzufredenheit muss auf Kreativität treffen.

00:08:30: aber wenn Unsufriedenhalt und Kreativity zusammenkommen passieren dann

00:08:35: gibt es einen Urknall ja?

00:08:36: Dann gibt's ein Urknaller.

00:08:37: genau das ist die wenn du so willst die Zauberformer.

00:08:41: Unsufrierenheit und Kretivität weil kreativitiat allein ist mir weder ein angealtet Missile, also die findet kein Ziel oder die ist genau zu wenig zielgerichtet.

00:08:57: Aber Unzutrinheit und Kreativität das dringt die Welt nach vorn.

00:09:03: Ich finde auch interessant du hast einen syrischen Referat gehabt in glaube.

00:09:05: vor zwei Monaten hast du gesagt pünktlichkeit schätzt du gar nicht?

00:09:10: Also du bist ein Fan der unpünktlichkeit.

00:09:14: ja Genau, das hat mit unzufriedener wenigstens zu tun.

00:09:19: Ich denke gerne und wenn man mich warten lässt gibt es mir Zeit zum Denken.

00:09:26: also wenn ich in einem Restaurant eine halbe Stunde sitze und jemand verspätet sich... Das ist wunderschöne Zeit weil diese Zeit nicht verplant.

00:09:36: sonst ist ja immer alles verplant irgendwie im Tag.

00:09:39: aber Wartezeit ist geschenkte Zeit.

00:09:44: die nutze ich dann, dann sitz' ich da und sinniere hab nichts vor.

00:09:50: Und es sind schon so viele, als ich glaubte... Dadurch dass man mich warten ließ, sind schon Ideen im Wert schon Millionen entstanden.

00:10:00: Also

00:10:01: beispielsweise weißt du irgendeine Konkrete fast?

00:10:04: Nein das weiß sie nicht.

00:10:05: aber ich weiß, dass ich immer sehr aktiv bin.

00:10:09: wenn also wenn ich warte Dann kommen Gedanken.

00:10:13: Es ist eine tolle Kreativzeit und ich schreibe die dann auf oder tipp sie irgendwie ins Handy, aber Wartezeit gibt mir immer so viel gegeben.

00:10:22: Also darum... Ich war nie böse, sondern im Gegenteil, dann redet man halt ein bisschen schneller?

00:10:32: So wann der Termin sich nicht nach hinten verschiebt, war ich immer zufrieden wenn ich warten durfte!

00:10:38: Also jetzt zwei Vorurteile oder zwei Themen, die ich beleuchten möchte.

00:10:42: Wir haben ein paar Mal kommuniziert und dann hast du mir geschrieben eben, du sagst ja heute nicht mehr Werber?

00:10:46: Du verstehst dich heute als Künstler.

00:10:48: Trotzdem, wirst du in der Wahrnehmung, bleibst du als Erwerber?

00:10:52: Ist das ein bisschen leidend?

00:10:54: Ja leider!

00:10:55: Das ist schon jetzt gerade für den Einstieg in die Kunst sehr schwierig.

00:11:00: Ich bin halt letztlich also für die Kunstszene, die eine ganz eigene Szene ist mit eigenen Regeln mit eigenen Kurz, mit eigenem Sprache bin ich half zu der malende Werber.

00:11:14: Ich kann ja gar nicht malen aber... Und das macht den Eintritt schwieriger.

00:11:22: also das heißt da gibt es Vorbehalte und denken jetzt will er auch noch Künstler sein.

00:11:31: Insofern ärgert mich das dann immer Ein bisschen, also ich hatte vor kurzem diese Ausstellung in Berlin und habe dann bei der Vernissage von meiner Kunst erzählt.

00:11:43: Was war das?

00:11:44: Fotografieren glaube ich halt sein.

00:11:45: Das waren genau Installationen die ich fotografiert hab' Und die Ausstellung hieß Melting Into Meaning.

00:11:52: Es waren Kerzen mit Botschaften Also die durch ihr abbrennen haben sie Botschaft praktisch freigelegt.

00:12:02: Und ich erzählte also, was ich mir dabei gedacht habe und alles Mögliche.

00:12:07: Und hab dann am Schluss gesagt sind noch Fragen.

00:12:09: Da meldete es sich einer und sagt, sag mal wie war das damals in Erwerbung nach dem Gotteswillen bitte?

00:12:17: Also ein Schlagerstarr der eben auf seinen ersten Hit angesprochen

00:12:20: hat.

00:12:20: Ja genau.

00:12:21: Stimmt!

00:12:22: Aber es kam ja ... Es kam ja siebenhundert oder achthundert Leute.

00:12:25: Das ist ja trotzdem ein Erfolg.

00:12:26: Es kam viele Leute... Ja doch.

00:12:29: Das funktioniert schon.

00:12:31: Also die Neugier ist schon da.

00:12:34: Wenn jemand, der eben bekannt ist für etwas anderes und ich bin sehr froh... Ich bin bei einer Galerie, die heißt Galerie Monde.

00:12:46: Die ist bekannt dafür dass sie Leuten eine Chance gibt also die ungewöhnliche Biografien für Kunst haben.

00:12:55: Also mein Nachfolger jetzt, also der jetzt die Ausstellung hat, ist Michael Stich immerhin Wimbledon-Sieger,

00:13:02: gegen Bäcker

00:13:04: hat der Wimblendenfinale gewonnen und er macht sehr beachtliche Kunst.

00:13:11: Also ich gehaukte sogar, eigentlich ist er Künstler und aus Versehen hat er Marthenis gespielt.

00:13:16: und ein anderer Künstlerin, den die Galerie ausstellt, ist der Dieter Nur, der sehr bekannte Comedian.

00:13:26: also diese Galerie hat keine Angst vor Biografieren, die nicht jetzt ganz straight aus der Kunst kommen.

00:13:38: Der zweite Punkt, den ich interessant finde, ganz am Anfang hast du das erwähnt.

00:13:42: Du hattest ja mit der Schweiz immer ein Problem.

00:13:44: Ich mag mich erinnern – ich habe vor fünfzehn Jahren, die ich mal angeschrieben und dann hast du mir so einen E-Mail gerade zurückgeschrieben eine kleine Abrechnung mit der Schweizer oder?

00:13:53: Das hat ja begonnen auch ein bisschen mit dieser Klosterschule in Einsiedeln, oder?

00:13:57: Ja!

00:13:58: Also ich hatte tatsächlich ein Problem mit der Schweiz.

00:14:01: Das hat sich aber aufgelöst, das hat sich im Wohlgefahren aufgelösst.

00:14:05: Also seit ein, zwei Jahren habe ich kein Problem mehr mit der Schweizer.

00:14:07: Und

00:14:08: was war der Grund für diese Hände?

00:14:09: Weil ich den Grund erfahren hab oder weil ich... und es ist wirklich ganz interessant.

00:14:17: Vor zwei Jahren kam ich mal hierher im Sommer also ähnliches Wetter hier in Zürich und ich dachte warum hast du diese Stadt?

00:14:27: Fünfzig Jahre lang habe ich mich nur noch aus Zwang betreten, also wenn ich irgendwie musste.

00:14:32: Wenn familiär was war?

00:14:34: oder wenn ich dann doch beruflich hierher musste aber nie freiwillig.

00:14:38: und die Antwort war, weil ich in Zürich die unerfolgreichste Zeit meines Lebens verbracht hab nämlich zwischen sechs und einundzwanzig war ich in zürich davor war ich im Belgien danach war ich Und sechs bis einundzwanzig ist exakt die Schulzeit.

00:15:01: Die Schulzeit war bei mir der erstens vergeutete Zeit, also Zeitverschwendung pur und eine Zeit mit nur pleiten Pech und Pannen.

00:15:15: Also klassenwiederholt, unzufrieden gewesen von Anfang an mit den Alpensprachen überhaupt nicht zurechtgekommen in der Große Schule – das Der Tiefpunkt natürlich, das war.

00:15:30: Also in der Große Schule wollte ich vom ersten Tag an weg.

00:15:34: Das heißt und entsprechend waren meine Noten also es heißt ich wäre immer schlecht Ich habe nicht mal die Matura geschafft.

00:15:42: dann gab's auch weitere Niederlagen.

00:15:45: Ich bin nicht mal... Ich hab den Autoführerschein hier nicht geschafft.

00:15:50: Den Motorraführer-Schein nicht geschafft.

00:15:52: ich bin nicht einmal ins Militär aufgenommen worden.

00:15:55: Hier ist alles schiefgegangen.

00:15:56: Frauen auch nicht, hast du geschrieben damals?

00:15:58: Hast keine Frauen kennengelernt?

00:16:00: Genau ich hatte auch kein Geld.

00:16:02: meine Eltern haben mich sehr bescheiden aufgezogen.

00:16:07: das heißt er hat ja kein Geld.

00:16:09: es hat jetzt mit Frauen nichts zu tun aber ich kommt mir nix leisten und Ich hatte auch keinen Zugang zu Frauen.

00:16:17: Das lag schon auf dem Wissen daran dass sich von vierzehn bis achtzehn also in einer Zeit wo ein normaler Mensch schon erste Affären hat oder irgendwie erste Dates hatte ich ja mit, war ich in der Klosterschule.

00:16:35: Da waren wir nur Jungs.

00:16:37: Also ich habe Frauen gar nicht gesehen.

00:16:39: also ich hatte Mädchen überhaupt nichts zu tun sondern erst mit achtzehn.

00:16:43: aber dann war ich natürlich entsprechend gehemmt weil ich diesen ganzen Tanzschulenvorlauf nicht hatte.

00:16:53: sprich auch Mädchenmäßig ging bei mir eigentlich gar nix.

00:16:59: Und erst, also das mein Erweckungserlebnis war wirklich mein erster Tag in Deutschland.

00:17:05: Das war der erste März fünfundsitzig.

00:17:08: Mein erster Tage als Werbetextor die Lüsseldorf von da an...

00:17:13: Wo waren das?

00:17:14: Welche Eckenkuchen?

00:17:15: Die ist BMZ'n.

00:17:17: Das was prima für mich weil die Agentur war, das war ein Profis.

00:17:20: Also die kamen vom Bibliot und die sich Selbstständig gemacht.

00:17:25: Irgendwann war nicht sehr groß, also am Anfang waren die so ... so ... twenty-fünf Leute sind dann stark gewachsen.

00:17:33: Aber als erster Agentur war es für mich ... perfekt!

00:17:37: Aber wann hast du denn den Schluss gefasst in Gewerbung zu gehen?

00:17:41: Vorher natürlich.

00:17:42: Also vorher, wie gesagt ich hatte keine Matura und dann sind natürlich die Optionen etwas enger.

00:17:50: Das heißt, ich konnte jetzt leider nicht studieren.

00:17:53: Ich hab mich schon interessiert.

00:17:55: Wir haben deinem Bruder, der Doktor war, gemacht.

00:17:57: Dein Vater, Buchhandlung sehr ...

00:17:59: Internektuell, Akademiker ja?

00:18:02: Ja, genau.

00:18:03: Die ganze Familie sind Akademika außer ich.

00:18:07: Wenn man so will auch ein bisschen das schwarze Schaf, weil ich eben an nix Interesse hatte und einfach meine Schulzeit war verguckt oder verkorkst oder verbunden.

00:18:19: Das habe ich immer irgendwie verbunden letztlich mit dem Land und der Stadt.

00:18:24: Ich dachte immer okay, bloß nicht nach Zürich gehen, weil sobald du diesen... das ist vermindetes Gelände für dich.

00:18:31: Also toxisch,

00:18:32: toxischer?

00:18:33: Genau wenn du den Boden dort betrittst dann sag wir ein und bloß.

00:18:38: also ich hatte richtig aber das habe ich mir nicht bewusst gemacht sondern es war einfach so eine Aversion gegen eine Zeit in der mir nichts gelungen ist.

00:18:48: und umgekehrt muss ich sagen, dass ich dann Deutschland sehr dankbar war.

00:18:53: Weil in Deutschland ging alles aufwärts also alles funktionierte plötzlich auch mit den Mädchen und so weiter.

00:19:01: Also alles war irgendwie leichtgängig.

00:19:07: Aber weißt du noch den Entscheid nach Deutschland zu gehen?

00:19:09: Ist ja ein mutiger Entscheid trotzdem oder?

00:19:11: Ja das war gar kein Entscheid sondern das war ein... also ich bin mehr oder weniger als Wirtschaftsflüchtlinge nach Deutschland gegangen weil Mein Branchen-Einstieg war in der Ölkrise.

00:19:31: Die Wirtschaft lag da nieder, und wenn die Wirtschaft nieder liegt, liegt die Werbung super nieder.

00:19:38: In der Werbung gab es praktisch keine Jobs.

00:19:41: Darum habe ich mich sehr wahllos beworben.

00:19:43: Ich war noch in Zürich als Medienassistent In Wien als Junior-Operator und in Düsseldorf als Juniortexter.

00:19:53: Das heißt, ich wusste noch nicht mal ob ich jetzt kreativer war, sondern ich wollte einfach in die Werbung.

00:19:59: Ich habe jede Ausschreibung, die ich sehen konnte, versucht.

00:20:08: Die Düsseldofer waren am schnellsten reagiert und so bin ich erstens zufällig Werbetexte geworden und zweitens zufältig in Deutschland gelandet.

00:20:20: Und zum Thema Zufall, schräg-schräg Glück muss ich sowieso sagen wenn ich heute so zurück schau was jetzt alles was was jetzt Erfolg ausgemacht hat das spielt glück und zufall also günstige Zufälle um Glück.

00:20:38: es spielt eine riesen Rolle dass ich habe so oft Glück gehabt jetzt allein Das Glück, diesen Partner zu finden.

00:20:47: Also

00:20:48: Holger Jung?

00:20:49: Genau mit dem ich ja dann ein und neunzig die Agentur gegründet habe.

00:20:53: Ey das ist ein popres Glück!

00:20:55: Das kann man nicht, da gibt es ja keine Datingplattform wo man irgendwie den perfekten Partner findet und du kannst das auch nicht im Vorfeld wirklich erkennen.

00:21:05: ob man über Jahrzehnte so harmoniert sich so gut ergänzt nie eifersüchtig aufeinander ist, sondern immer froh ist es den anderen Gift und eben über Erfolge sich gemeinsam freuen kann.

00:21:20: Über Niederlagen sich gegenseitig wieder tröstet.

00:21:27: Riesenglück!

00:21:28: Ein anderes Glück auch reiner Zufall der Kunde die ich letztlich am längsten betreut habe oder heute noch mit dem wir heute noch verbunden sind.

00:21:38: Die Firma Sext und Reiner Autoverleih, ja.

00:21:43: Inzwischen weltweites erfolgreiches Unternehmen damals noch ein praktisch Bayerischer Autovermieter und reines Glück.

00:21:55: Und es gab in meiner Laufbahn sehr viel Glück.

00:22:00: Hast du eigentlich in der Schweiz Werbung gemacht für Fotos nach Deutschhankings?

00:22:05: Nein ich hatte ein denkwürdiges Praktikum Das war ganz lustig, muss ich sagen.

00:22:13: In einer Werbergentur, die ist Werbergentur Steinmann und ich hatte dort ein Praktikum für einen Monat.

00:22:21: Ungünstig war das die Firma nach zwei Wochen pleite ging und die Telefonistin war darüber so sauer dass sie sich In der letzten Woche nur noch als Sterbergentur Weynmann und als Werbung durch Steinband gemeldet hat.

00:22:37: Das fand ich großartig, also die ich heute noch kennen würde.

00:22:42: Also ich würde ja einen Kranz flechten.

00:22:45: Sterbergendurweinmann das war irgendwo eine Differstraße.

00:22:50: Das war auch ein Alltagentur aber irgendwann ist sie halt eben auch möglicherweise beschleunigt durch die Ölkrise.

00:23:00: Sie ist schon abseilter gegangen.

00:23:02: Ja, interessant!

00:23:03: In zwanzig Minuten haben sie so alte Werbung gezeigt und da gab es dieses berühmte Reifelplakat, vielleicht mit dem Pulten... Da war ich

00:23:10: beteiligt.

00:23:10: Genau, der hat den Preis gewonnen und da stand unten Text Schorini von Möller.

00:23:15: Das war gar kein Interesse.

00:23:17: Ja ja das war ein Wort glaube ich.

00:23:19: Ein Wort?

00:23:20: Ein Wort.

00:23:20: Das ist gar nicht.

00:23:21: Es war ein erster Büroffel wenn man so will.

00:23:23: Bitte?

00:23:23: Der war dein Erster Büoffel wenn wir so will,

00:23:25: ja.

00:23:26: Ja genau, das war mein erster Schützdorf auch Aber erster Erfolg.

00:23:32: Das war eine Zusammenarbeit mit einem Freund aus der Werbefachschule, Peter Marti heißt er, aber heute noch ein bisschen Kontakt mit ihm und der hatte schon ... Der hat ja eine Werbengentur und ich war damals eben junger Kreativer.

00:23:47: Ich glaub da war ich aber auch schon in Deutschland und hab dann für ihn dieses Plakat gemacht oder mit ihm zusammen.

00:23:56: Er ist ein Berater nicht kreativer und das war Das war ganz lustig, weil das was dieses Plakat zu berühmt gemacht hat oder so.

00:24:07: Eben

00:24:08: Fütli Marti hatte man

00:24:11: zum Glück.

00:24:12: Da war ich ganz froh dass es nicht auf mich fiel.

00:24:18: Das Schöne war eben durch den Kanton Ligeist wurde das Plakat in einigen Kantonen verboten Ob Zöhn oder Nackteil und den anderen nicht.

00:24:35: Und das hat natürlich sofort eine landesweite Diskussion über Zensur hervorgebracht, also das war ... Dadurch wurde es barcar bekannt weil die Idee eigentlich... Man könnte sich auch schämen dafür ich habe sie sogar in meinem Buch erwähnt

00:24:54: Wenn er heute gilt, dass irgendwie Fast schon als Trophäes dieses Plakats, also man kennt es immer noch.

00:24:59: Heute wäre es nicht mehr möglich, ja?

00:25:02: Bei Ebay kann man's

00:25:04: kaufen!

00:25:04: Wenn du jetzt zurückschaust eben deine Karriere ist natürlich großartig in der Schweiz nicht so richtig funktioniert.

00:25:09: gehst nach Deutschland gründest mit deinem Partner zusammen die größte Agentur Deutschlands, die berühmteste... Das

00:25:15: ist nicht die größt wie bei uns, da muss ich im Einhaken.

00:25:19: Also das ist ne

00:25:21: die Berühmteste

00:25:22: Ja, aber die Größe nicht, die größtes Serviceplan

00:25:26: Das ist auch ein Schweizer, oder?

00:25:28: Auch ein Schweitzer.

00:25:28: Ja wenn man so will sind beides halbschweizerische Gründungen weil der Peter Haller und auch sein Sohn hat auch einen Schweizer.

00:25:40: Habt ihr

00:25:40: Kontakt mal gehabt?

00:25:41: Gibt es eine Schweizer Verbindung in Deutschland?

00:25:44: Doch doch!

00:25:45: Doch wir haben sogar eigentlich immer netten Kontakt gehabt.

00:25:50: Wir waren immer irgendwie so Frenemies also Befreundete, Wegbewerber.

00:25:57: Natürlich schon auch heute noch Wegbeweiber weil es sind die... Heute sind das die einzigen großen unabhängigen Agenturen in Deutschland, die beiden.

00:26:09: Wobei eben Serviceplan eine deutliche Ecke größer ist als wir.

00:26:15: Wir haben dann deine Eltern reagiert also du plötzlich diese Wahnsinnskarriere gemacht hast.

00:26:20: Haben sie das noch mitgekommen?

00:26:23: Meine Mutter leidet nicht mehr.

00:26:26: Die hat nur noch knapp die Gründung mitbekommen und die Karriere verlief ... Das war ja kein Raketenstart, sondern bis wir uns selbstständig gemacht haben, war ich sechzehn Jahre lang in anderen Agenturen angestellt.

00:26:44: Ich behaupte sogar, dass wer im Dienstleistungsgeschäft erfolgreich sein will Den hilft eine angestellten Zeit, weil du bist als Dienstleister ein Leben lang Angestellter.

00:26:59: Also auch wenn du deine eigene Firma hast aber du bist letztlich Angesteller deiner großen Deiner größten Kunden also irgend Dienstleiser ist Dienstleistung ist angestellt sein.

00:27:13: und genau was ich sagen wollte die meine Karriere war Die verlief sehr kontinuierlich.

00:27:22: Ich war fleißig, tatsächlich und zwar immer.

00:27:27: Also als ich dann die Firma hatte haben die Leute immer gesagt ja gerade dass du fleißg bist ist auch deine Firma.

00:27:34: Und wie gesagt nee, ich war immer gleichfleißig.

00:27:38: also ich war etwas Angestellter hoch engagiert und habe alles gegeben um das beste das beste Produkt zu machen.

00:27:49: Aber trotzdem, ich meine, als Schweizer kommst du nach Deutschland.

00:27:52: Plötzlich machst du die Kampagne für die Kanzlerin zum Beispiel?

00:27:55: Plötzlich nicht!

00:27:56: Ja, nach

00:27:57: ein paar Jahren gedauert.

00:28:00: Nach langer Zeit...

00:28:01: Ist ja auch nicht selbstverständlich, oder?

00:28:04: Nein, das ist nicht selbstständig.

00:28:09: Wenn man mich fragt was hat dir die Branche gegeben.

00:28:12: Klar, man hat auch Geld verdient und man hat viel Freude gehabt.

00:28:16: Präzisch

00:28:17: und alles ja.

00:28:18: Präsisch sicher auch Aber das Wichtigste, was mir die Branche gegeben hat ist sind Begegnungen mit tollen Leuten.

00:28:27: Also natürlich erst mal die Begegenung mit den unzähligen Kreativen.

00:28:32: Vorhin hast du eine erwähnt, mit denen ich zusammen gearbeitet habe.

00:28:37: Das waren so viele tolle Persönlichkeiten dabei aber...

00:28:43: Steffi Huber war das ja?

00:28:44: Genau, Steffie Huber!

00:28:46: ...aber auch.

00:28:47: Also ich erinnere mich jetzt immer besser an Sie, als du mir das Bild gezeigt hast.

00:28:51: Den Namen hatte ich nie mehr drauf.

00:28:54: Aber auch natürlich die Persönlichkeiten auf der Trageberseite und die ganzen Promis mit denen man zu tun hat.

00:29:03: Als da zum Beispiel wären alle Bundeskanzler der letzten vierzig Jahre – mit denen hatten wir zu tun.

00:29:10: Mit allen

00:29:11: ja?

00:29:11: Ja!

00:29:12: Persönlichkeit zu tun, Nicole haben beim Film gemacht mit Schröder.

00:29:16: Schröter hat unsere Agentur besucht, also der war bei uns.

00:29:22: Mit dem hatte ich viel Kontakt.

00:29:24: Heute

00:29:25: noch?

00:29:26: Heute nicht mehr oder?

00:29:27: Heute noch ein bisschen aber nicht mehr viel.

00:29:31: Aber man sieht sich ab und zu in zwei Wochen wieder einer Feier.

00:29:39: Olaf Scholz als auch Bürgermeister von Hamburg war hatten wir auch Begegnungen.

00:29:47: Und natürlich Frau Merkel, die wollte explizit mit uns arbeiten und keiner wollte das bei uns.

00:30:00: Also der ganze Vorstand hat gesagt es macht man nicht!

00:30:06: Ich war schon kurz vor dem Ausstieg Als letztes Highlight meiner Karriere eben mit der damals mächtigsten Frau der Welt eben eng zusammen zu arbeiten, das habe mich total elektrisiert.

00:30:27: Und es war auch spannend weil die Frau Merkel hat sich sehr viel Zeit genommen.

00:30:33: wir hatten ein Jahr lang hatten wir jede Woche einen einstündigen Show Fix mit ihr in kleiner Runde und da wurde über alles gesprochen.

00:30:42: so gesehen Eine tolle Zeit.

00:30:45: Nur von der Währung her war es total langweilig, weil ihr Prinzip ist... Sie gewinnt in der Defensive oder sie gewinnte indem sie nicht angreift.

00:30:58: also man Journalisten haben das genannt.

00:31:01: Der asymmetrische Demobilisation.

00:31:04: also ihr Konzept Das heißt den Gegnern nicht anggreifen so dass die Wähler des Gegners gar nicht zu ohne.

00:31:14: Das heißt, die den Ball flach halten und also sie hat ihre Spiele wie man im Fußball sagen würde in der Defensive gewonnen.

00:31:23: Aber

00:31:23: das Konzept kam von ihr oder von dir?

00:31:26: Das Konzept kommt dann schon von uns, aber das war keine Werbung auf die ich stolz bin.

00:31:34: und dich jetzt irgendwie...

00:31:39: Was war denn der Grund, dass der Widerstand, die dafür eine Agentur gab?

00:31:42: Hatte man Angst, dass man plötzlich verpolitisiert wird.

00:31:44: Ja

00:31:45: ja genau das werbt man auch!

00:31:47: Du kannst nicht für eine Partei... Das werbt immer ab wenn du von einer Partei werbst als man denkt dann immer und um das ist halt ganz grob gesehen ist es so, wenn du für die Linken werbst, also die eher linken werbst werden die Kunden sauer.

00:32:06: Wenn du für die Ehe rechten werbst, werden die Kreativen sauer.

00:32:10: Also kannst das nicht gerecht machen?

00:32:13: Und klar es gibt also CDU oder zumindest Frau Merkel konnte man damals schon als Mitte bezeichnen.

00:32:23: Das war schon okay.

00:32:25: aber es gab natürlich auch Kreative wie gesagt haben mit der CDU, weil wir nichts zu tun haben.

00:32:33: Aber natürlich auch niemanden zwingen müssen.

00:32:36: Es gab genügend, für die das eine Ehre war.

00:32:39: Für diese Frau.

00:32:41: Ja und heute ist da eine Nostalgie oder?

00:32:44: Da vermerkelt Deutschland.

00:32:45: Nicht wirklich... Nein leider nicht wirklich!

00:32:50: Also man kritisiert als sehr stark nach wie vor zwei, fünfzehn wesentliche Entscheidungen.

00:32:56: Das ist also der Ort Atomausstehen.

00:32:59: Das sind markante Entscheidungen.

00:33:00: Und natürlich die Haltung in der Flüchtlingskrise Das steht heute schon sehr stark in Frage und insofern ist ihr Nimbus, hat schon gebröckelt.

00:33:15: Auf der anderen Seite hat sie den Laden geführt und auch für Ruhe gesorgt.

00:33:27: Verglichen mit Heute waren es schon entspannte Zeiten.

00:33:31: Eben und das Schweizer musst du ja nicht Stellung nehmen im Prinzip.

00:33:35: Genau, da bin ich ganz froh.

00:33:37: Ich war immer irgendwie so selber auch sehr unpolitisch, hab ja nie als Schweizer, ich bin ja nicht wahlberechtigt in Deutschland und habe mich da immer rausgehalten also bin auch nicht der Willen.

00:33:50: Bin auch nicht die Meinung dass eine Agentur sich politisch engagieren sollte.

00:33:56: Eine Agentur sollte völlig unabhängig sein.

00:33:59: Wie viele Leute hat Jungformat heute?

00:34:02: Heute an die Tausend vierhundert.

00:34:05: nach wie vor, also die sind seit ich denke so fünfzehn Jahren haben wir ungefähr diese Größe.

00:34:14: Also trotz allen wirtschaftlichen Schwierigkeiten trotz KI und allem?

00:34:18: Ja das wird dann mal... man sieht es hunderb weniger, mal sind es hundert mehr aber das ist so ungefähr die Größe jetzt weltweit.

00:34:28: Du bist finanziell noch beteiligt oder?

00:34:30: Ich bin mir noch beteilig allerdings natürlich nicht Nicht wie damals, also heute sind.

00:34:37: Ist die Geführung im Wesentlichen beteiligt und das Besondere ist wir sind immer noch komplett selbst verbar.

00:34:47: Also wir sind komplett unabhängig.

00:34:49: Das gibt niemand Fremdes der Anteiler hat sondern nur Leute, die zur Firma gehören.

00:34:56: Eben!

00:34:56: Wie bei Gott hat er plus.

00:34:58: Bitte?

00:34:58: Wie war ich Gott?

00:34:59: Ja genau.

00:35:00: Also plus die Kunde auch.

00:35:02: Man so will... sind wir die einzigen Externen, also die Einzigen, die nicht aktiv sind.

00:35:09: Die Anteile haben...

00:35:10: Ich möchte ganz am Schluss noch drei Themen oder drei Headlines, die die Perüme gemacht haben.

00:35:15: Wer hat es erfunden?

00:35:16: Für Ricola und Klassiker natürlich heute noch.

00:35:19: Bild deine Meinung für die Bildzeitung.

00:35:21: Und der berühmte ist natürlich Geizysgeil.

00:35:24: Der hat eigentlich das Bewusstsein eines ganzen Landes geprägt, oder?

00:35:29: Also plötzlich konnte man Geiziesseilen, Das

00:35:32: ist auch nicht von mir.

00:35:35: Aber der war natürlich unter deiner Eike, der hat auch

00:35:37: gebrochen natürlich.

00:35:39: Ich wollte nur sagen die anderen sind auf mich zurück zu führen.

00:35:46: bei Geizig Sky weiß man das nicht mehr weil das war ein Prozess wie sehr oft bei Slogans wo eben eine ganze Reihe von Textern und Texterinnen Stogen sind entwickelt und da entstehen dann viele Listen und viele Vorschläge.

00:36:03: Die werden diskutiert, gesiebt, verändert... Und am Schluss steht da Geiz des Geil.

00:36:09: und sicher war ich der, der gesagt hat mit dem gehen

00:36:13: wir.

00:36:14: Der ist ein mutiger Spruch oder?

00:36:16: Genau!

00:36:16: Also ich fand die Magie habe ich schon erkannt und auch das Kontroverse, das Provokative.

00:36:25: also ich hab schon gleich gesagt Wenn der draußen ist, ist er nach zwei, drei Wochen in aller Munde.

00:36:34: So war es dann auch.

00:36:37: Aber interessant war wir haben mit dem Spruch den Pitch verloren.

00:36:43: Das war ganz interessant.

00:36:45: Also das war ein Pitch gegen andere Agenturen und wir sind erstmal ausgeschrieben weil der Allgeiss ist geil!

00:36:54: Das war klar für Satan oder?

00:36:59: Es war nicht wirklich uns strategy Die.

00:37:03: die strategie war also die oder die Positionierung von Saturn war damals das technik kaufe aus.

00:37:10: Also dass Technik technisch orientierte während im mediamarkt Das ist ja die Schwesterfirma, die war eher so entertainment Also Unterhaltungselektronik und so.

00:37:24: Und Saturnen sollte immerso eher die technische Beratung und das Technikkaufhaus sein, und Geistesgeiltraft ist natürlich in keiner Weise.

00:37:38: Wir haben es aber trotzdem empfohlen weil wir gesagt haben der Satz hat Feuer oder der hat positive Sprengkraft.

00:37:52: Gründer von Saturn, der hat sich noch mal die Präsentationen angeguckt und sah dieses Geist ist geil.

00:37:59: Und sagte das ist es.

00:38:01: Da musste das Marketing, weil immer das war, musste uns anrufen und sagen ja...

00:38:08: Über den Schatten sprengt er?

00:38:09: Genau!

00:38:12: Wir haben nochmal nachgedacht hier, wir haben noch einmal nachgedauert und ihr habt's jetzt doch gewonnen.

00:38:19: Sehr lustig Schöne Geschichte,

00:38:22: eigentlich unsterblich dieser Satz.

00:38:26: Du hast einen Vortrag in Zürichgarten, wo du gesagt hast, man soll die wieder Mut haben zur Kreativität.

00:38:32: So Sachen wären heute nicht mehr möglich oder?

00:38:35: Das sagt man, Mutzukreativität ist ja so ein Ursulaut.

00:38:41: Also seit fünfzig Jahren wird Mutzurkreativitet bevor das irgendwie Ich habe das schon gut begründet, warum es wichtig ist dass man Kreativität wiederentdeckt.

00:39:00: Gerade in technologiedominanten Zeiten wo alle über Technologie reden.

00:39:09: und ein Kernsatz meiner Vorträge die ich im Moment halte lautet Technologie schafft zwar einen Vorsprung, aber nur Kreativität schafft ein Unterschied.

00:39:23: Weil mit der neuesten Technologie bist du zwar voraus, aber immer nur bis dein Wettbewerb dieselbe Technologie nutzt oder nachzieht.

00:39:35: und sprich Du kannst mit Technologie keine Alleinstellungen also keine nachhaltige Alleinstellen erziehen sondern nur immer ein Stückchen Voraus sein.

00:39:47: Mit Kreativität kannst du nachhaltige Alleinstellungen erzielen und gerade KI zeigt, dass mit den ständig neuen Modellen und Anwendungen die also nichts ist weniger nachhaltig als ein technologischer Vorsprung.

00:40:09: Also sehr schönes Schlusswort.

00:40:11: eine Frage habe ich noch vergessen.

00:40:12: ganz am Anfang So ein Schlüsselmoment in einem Leben war grad mit Kloster einsiedeln, wo du glaubt fünfzigmal irgendeine Bibelspruch abscheiden musstest oder?

00:40:21: Hundertmal.

00:40:21: Hundert Mal ja!

00:40:22: Gelobster Jesus Christus, genau.

00:40:25: Und das hat dir dann gesagt...

00:40:27: Ja, nee, das war am vorletzten Tag.

00:40:30: Das war schon da brav.

00:40:33: Unzufriedenheit auf Kreativität.

00:40:36: also.

00:40:37: die Zaubermischung trat ein weil unzufriedener Waricher und ich fand den Satz so langweilig gelobt sei Jesus Christus und schrieb hundertmal, tatsächlich hundert mal, Gelobt seid die Freiheit.

00:40:50: Und das hat dann die Internatszeitung bewogen mich rauszusetzen also meine Eltern anzurufen holen Sie Ihren Sohn bitte auf.

00:41:00: der zeigt deutlich dass er den Werten unserer Einrichtungen widerspricht.

00:41:08: Gute!

00:41:08: Das muss ich auch für dein Vater der Buchhaltung gehabt am Zentral Mit religiösen Büchern.

00:41:13: Das muss ja ein Schock gewesen sein, oder?

00:41:15: Ja also ich war für meine Eltern war ich ein Dauerschock das schon.

00:41:19: Also wie gesagt ich war einfach weil ich dysfunktionär war und eben die Schulkarriere die sie mir praktisch in die Wiegel legen wollten mit Alpensprachen, mit Lateinung griechisch.

00:41:35: Das hat beim Wort nicht funktioniert bei mir und ich finde es sind aber schon Erziehungsfehler Weil ich bin technisch absolut interessiert, hätte man mich aufs Genasium C oder D. Also Typus ... Ich weiß nicht, ob es das heute noch gibt?

00:41:52: Es gab ja A-Cd damals und ich war auf A dann völlig falsch mit meinen Neigungen nichts zu tun.

00:42:00: C wäre super gewesen!

00:42:02: Ich glaube, ich wär Nichtwerber geworden, vielleicht Ingenieur oder Architekt geworden.

00:42:09: Gut,

00:42:10: aber es wäre alles ein bisschen langweiliger gewesen.

00:42:12: Nicht unbedingt.

00:42:14: Die Frage können wir nicht stattfließen.

00:42:18: Du hast ja am Volk das Haus in Berlin, gell?

00:42:21: Ja gut es ist eher Innenarchitekt.

00:42:23: Aber von oben eine weibliche Brut oder?

00:42:26: Genau, stimmt.

00:42:27: Stimmt.

00:42:28: Ich bin Mitte vom Berlin und du hast glaube ich ca.

00:42:30: für fünfundzwanzig Jahre nach dem Mauerfall hoch groß angeschrieben dieses Haus.

00:42:36: Das ist auch gut.

00:42:37: Dieses Haus stammt früher in einem anderen Land.

00:42:39: Es steht groß auf der Hausfront Und das ist schon in Berlin, kann man fast sagen, ikonisch geworden.

00:42:47: Also fast eine Sehenswürdigkeit und sehr bekannt.

00:42:50: Das

00:42:51: kann man heute noch bekrachten?

00:42:52: Ja

00:42:52: ja die Berliner kennt das Haus und der Satz hat eine Tiefe.

00:42:59: also viele Leute es gibt Postkarten davon, Poster, Kühlschrankmagneten.

00:43:06: Es gibt eine Fernsehsendung Nur über die Hausfront auf Dreisand.

00:43:14: Und vielleicht für Malin Berlin ist, welche Straße?

00:43:17: Brunnenstraße Zehn.

00:43:21: Dein größtes Kunstwerk, wenn man so will!

00:43:23: Mein erstes Konzept-Kunstwerk ist eine Fassadenbemalung, kann man so sehen.

00:43:28: Also besten

00:43:29: Dank, Shorimi, Format Riesen, Ehre, Riesenfreude.

00:43:32: Hochinteressantes Gespräch gewesen.

00:43:34: Gehen Leute, die es aufgezeichnet haben.

00:43:36: Christian Beck, der Distribution machte.

00:43:37: Das war unser persönlicher ComPodcast.

00:43:39: Nächste Woche hören wir uns wieder.

00:43:41: Bis dann eine

00:43:47: gute Woche!

Über diesen Podcast

Die Redaktion von persönlich und persoenlich.com diskutiert wöchentlich in Zweierkonstellation Themen und aktuelle Ereignisse, die in der Schweizer Medien- und Kommunikationsbranche für Schlagzeilen gesorgt haben. Am Mikrofon zu hören sind abwechselnd Verleger und Chefredaktor Matthias Ackeret, Redaktionsleiter Christian Beck und die Redaktor:innen Nick Lüthi und Sandra Porchet.

Konzept, Aufzeichnung und Schnitt erfolgten intern. Visual und Jingle stammen von GLA United.

von und mit Matthias Ackeret, Christian Beck, Nick Lüthi, Sandra Porchet

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